telc Deutsch C1 · Schriftlicher Ausdruck

Den argumentativen C1-Text schreiben - mit zwei Beispieltexten und allen 4 Bewertungskriterien.

Auf dieser Seite findest du zwei vollständige Beispieltexte – Absatz für Absatz nach den telc-Bewertungsrichtlinien annotiert. Plus: die sechs Fehler, die bei C1 am meisten Punkte kosten, und die zwei Kriterien, die sich nicht ausgleichen lassen.

Etwa 350 Wörter 70 Min Schreibzeit 48 Punkte erreichbar
Flinko erklärt die telc C1 Prüfung

Zwei vollständige C1-Beispieltexte, annotiert nach allen vier Bewertungskriterien

Die Bewertungslogik im Klartext: was ausgleichbar ist und was nicht

Die Korrekturzeichen, mit denen Prüfende deinen Text markieren

telc C1 Schreiben ist der Prüfungsteil, in dem sich der Abstand zu B2 am deutlichsten zeigt. Statt eines Anlass-Schreibens verlangt die Aufgabe einen argumentativen Text von etwa 350 Wörtern: Du wählst eines von mehreren Themen, führst Argumente an, legst Vor- und Nachteile dar und begründest am Schluss deine eigene Position. Diese Seite zeigt dir an zwei vollständig annotierten Texten, wie die vier Bewertungskriterien konkret angewendet werden – und an welchen zwei Stellen ein schwacher Absatz nicht mehr auszugleichen ist.

Wie die 48 Punkte beim telc C1 Schreiben bewertet werden

Vier Kriterien, jedes unabhängig von A bis D eingestuft – farbig markiert in den Beispieltexten unten

1
Aufgabengerechtheit
Thema voll abgedeckt, roter Faden, kritische Auseinandersetzung

Deckt der Text die Aufgabe inhaltlich voll ab, trägt er einen erkennbaren roten Faden, und setzt er sich kritisch mit dem Thema auseinander? Textsorte, Adressatenbezug und Makrostruktur aus Einleitung, Hauptteil und Schluss gehören dazu. Dieses Kriterium betrifft den Text als Ganzes - einzelne gelungene Passagen können ein Defizit hier nicht ausgleichen.

2
Korrektheit
Grammatik, Wortschatz, Orthographie

Morphologie und Syntax werden zuerst bewertet, danach erst wirkt sich die Orthographie auf die Stufe aus. Auf C1-Niveau sind sehr wenige Fehler erwartbar; einzelne Fehler in komplexen Satzkonstruktionen sind tolerierbar. Durchgängige Groß- oder Kleinschreibung und sehr viele Rechtschreibfehler führen zur Abwertung um eine ganze Stufe.

3
Repertoire
Wortschatz, Ausdruck, Stil

Ist der Wortschatz präzise, umfangreich und angemessen? Wird abwechslungsreich formuliert, stehen komplexere Satzformen zur Verfügung, wo sie passen? Sowohl falsche Wortwahl als auch zu einfache Wörter zählen als Fehlgriff. Einzelne Fehlgriffe lassen sich durch ansonsten treffenden Wortschatz ausgleichen.

4
Kommunikative Gestaltung
Mikrostruktur und Verknüpfung

Hier zählt die Ebene unterhalb der Gliederung: die Anschlüsse innerhalb der einzelnen Absätze. Bewertet wird die Vielfalt der Verknüpfungsmittel - Substitution, Pro-Formen, Ellipse, explizite Konnektive, Tempus- und Artikelgebrauch. Jeder Bruch in der Textlogik beschädigt den Text; ein Ausgleich ist auch hier nicht möglich.

Wie dieser Teil in die Gesamtprüfung eingeordnet ist, zeigt die Übersicht der telc C1 Prüfungsteile.

Zwei vollständige Beispieltexte - Absatz für Absatz bewertet.

In der telc C1 Prüfung wählst du eine Aufgabe aus mehreren Themen. Wir zeigen dir zwei ausgearbeitete Texte aus verschiedenen Themenfeldern. Die farbigen Markierungen zeigen, welcher Absatz welches Bewertungskriterium besonders gut bedient.

🗳️
Beispieltext 1
Gesellschaft & Politik
Aufgabenstellung (Prüfungsformat)

Ihre Wochenzeitung ruft die Leserinnen und Leser regelmäßig auf, sich kritisch mit einem aktuellen Thema auseinanderzusetzen und ihre Meinung dazu darzulegen. Die Frage der Woche lautet diesmal: Sollte in Deutschland eine allgemeine Wahlpflicht eingeführt werden?

  • Führen Sie Argumente an, legen Sie Vor- und Nachteile dar und begründen Sie am Schluss Ihre eigene Position.
  • Ihr Text soll etwa 350 Wörter umfassen. Sie haben 70 Minuten Zeit.
  • „Eine Wahlpflicht würde die Demokratie stärken, weil sich alle Bürger an politischen Entscheidungen beteiligen müssten."
  • „Wer nicht freiwillig wählt, trifft auch unter Zwang keine fundierte Entscheidung - Demokratie braucht Überzeugung, keine Verpflichtung."
Titel: Zwang ersetzt keine Überzeugung
Kaum eine Debatte über den Zustand unserer Demokratie kommt ohne den Verweis auf die sinkende Wahlbeteiligung aus. Die Forderung nach einer allgemeinen Wahlpflicht klingt vor diesem Hintergrund naheliegend, verspricht sie doch, ein strukturelles Problem mit einem einzigen Federstrich zu lösen. Ob sie dieses Versprechen einlöst, scheint mir allerdings fraglich.

Für eine Wahlpflicht spricht zunächst ein handfestes Repräsentationsargument. Die Beteiligung ist keineswegs gleichmäßig verteilt: Wer über wenig Einkommen und formale Bildung verfügt, bleibt der Urne überdurchschnittlich häufig fern. Parlamente bilden dadurch nicht die Gesellschaft insgesamt ab, sondern jenen Teil von ihr, der ohnehin Gehör findet. Eine Pflicht zur Stimmabgabe würde diese Verzerrung zumindest abschwächen.

Aufgabengerechtheit: Der Text nennt die Frage nicht nur, er bezieht sofort Stellung zu ihr („scheint mir allerdings fraglich") und beginnt trotzdem mit dem stärksten Argument der Gegenseite. Genau das ist die geforderte kritische Auseinandersetzung - kein Referat, sondern eine Abwägung mit erkennbarem roten Faden.

Darüber hinaus lässt sich anführen, dass Wahlen kein privates Vergnügen sind, sondern eine kollektive Entscheidung über Regeln, die für alle gelten. Wer sich ihr entzieht, überlässt sie anderen. Andererseits folgt daraus keine Rechtspflicht: Auch das Schweigen ist in einer freien Gesellschaft eine politische Aussage, und ein erzwungenes Kreuz sagt über die Zustimmung zum System wenig aus. Das Argument verschiebt die Frage damit lediglich: Es begründet eine moralische Erwartung, nicht einen staatlichen Zwang.

Kommunikative Gestaltung: „Darüber hinaus" - „Andererseits" - „damit lediglich" führen den Gedanken innerhalb des Absatzes weiter, ohne ihn zu wiederholen. Die Pro-Form „ihr" greift „eine kollektive Entscheidung" auf: Verknüpfung durch Substitution statt durch Nennung.

Schwerer wiegt ein praktischer Einwand. Die Erfahrung von Ländern mit Wahlpflicht zeigt, dass zwar die Beteiligungsquote steigt, die Zahl ungültiger und willkürlich abgegebener Stimmen jedoch ebenfalls. Gewonnen wäre damit eine Statistik, nicht eine besser informierte Wählerschaft. Wer politische Entfremdung mit einer Ordnungswidrigkeit beantwortet, kuriert das Symptom und lässt die Ursache unberührt.

Repertoire: Präzise, gehobene Lexik statt Allerweltswörtern: „Beteiligungsquote", „Wählerschaft", „Entfremdung", „Ordnungswidrigkeit". Das Bild vom kurierten Symptom trägt das Argument, ohne ins Umgangssprachliche zu kippen.

Hinzu kommt, dass eine Wahlpflicht sanktionsbewehrt sein müsste, um überhaupt zu wirken. Wollte man sie durchsetzen, wären Bußgelder gegen Menschen zu verhängen, deren Fernbleiben häufig selbst Ausdruck von Enttäuschung über die Politik ist. Es ist schwer vorstellbar, dass ausgerechnet auf diesem Weg das Vertrauen entstünde, das man zurückgewinnen möchte. Bußgelder träfen überdies am härtesten jene, die sich eine Strafe am wenigsten leisten können.

Korrektheit: Irrealis-Kette im Konjunktiv II („Wollte man sie durchsetzen, wären ... zu verhängen"), Passiversatz mit „sein + zu + Infinitiv", dazu zwei eingeschobene Relativsätze - komplexe Syntax, sauber geführt.
Abwägend halte ich die Wahlpflicht deshalb für das falsche Mittel bei richtiger Diagnose. Das Problem ist real, doch beheben lässt es sich nicht per Gesetz, sondern nur dort, wo es entsteht: in der politischen Bildung, in gut erreichbaren Wahllokalen und in Parteien, die auch jenseits der Wahlkampfwochen zuhören. Demokratie lebt von Überzeugung; wo diese fehlt, hilft kein Zwang.
347 Wörter (Zielumfang etwa 350)
🎒
Beispieltext 2
Bildung & Erziehung
Aufgabenstellung (Prüfungsformat)

An der Schule Ihrer Kinder wird gerade diskutiert, ob Hausaufgaben in der heutigen Form noch zeitgemäß sind. Die Schulleitung bittet Eltern, in der nächsten Ausgabe der Schulzeitung Stellung zu beziehen: Sollten Hausaufgaben in der Schule abgeschafft werden?

  • Führen Sie Argumente an, legen Sie Vor- und Nachteile dar und begründen Sie am Schluss Ihre eigene Position.
  • Ihr Text soll etwa 350 Wörter umfassen. Sie haben 70 Minuten Zeit.
  • „Hausaufgaben verstärken Bildungsungleichheit, weil nicht alle Kinder zu Hause die gleiche Unterstützung erhalten."
  • „Selbstständiges Üben zu Hause ist unverzichtbar, um den Stoff zu festigen und Lernautonomie aufzubauen."
Titel: Nicht abschaffen, sondern entlasten
Wenn an unserer Schule über Hausaufgaben gestritten wird, verlaufen die Fronten erstaunlich klar: Auf der einen Seite steht die Sorge um Chancengleichheit, auf der anderen die um das selbstständige Lernen. Beide Seiten haben triftige Gründe - und genau deshalb halte ich die Frage nach der Abschaffung für falsch gestellt.

Dass Hausaufgaben Ungleichheit verstärken, lässt sich schwer bestreiten. Wer zu Hause einen ruhigen Schreibtisch, einen zweiten Blick auf die Rechnung und notfalls bezahlte Nachhilfe hat, erledigt dieselbe Aufgabe unter völlig anderen Bedingungen als ein Kind, das nebenher auf jüngere Geschwister aufpasst. Bewertet wird am Ende nicht allein die Leistung des Kindes, sondern auch die Ausstattung seines Elternhauses. Die Aufgabe misst dann weniger den Lernstand als die häuslichen Voraussetzungen.

Aufgabengerechtheit: Der Text nimmt die Textsorte ernst: Ein Elternbeitrag in der Schulzeitung wendet sich an die Schulgemeinschaft, nicht an ein Fachpublikum. Die eigene Position steht schon in der Einleitung und wird bis zum Schluss durchgehalten - der rote Faden ist von Anfang an sichtbar.

Daraus folgt jedoch nicht, dass Üben zu Hause verzichtbar wäre. Wer je eine Fremdsprache gelernt hat, weiß, dass Vokabeln nicht im Unterricht haften bleiben, sondern in der Wiederholung danach. Diese Wiederholung braucht Zeit, die der Stundenplan in seiner heutigen Form nicht hergibt. Streicht man sie, verschwindet nicht die Ungleichheit, sondern lediglich ihre Sichtbarkeit.

Kommunikative Gestaltung: „Daraus folgt jedoch nicht" knüpft ausdrücklich an den vorigen Absatz an, „Diese Wiederholung" nimmt das eben Gesagte per Demonstrativum auf. Der Absatz endet mit einer Umkehrung, die den nächsten vorbereitet: Verknüpfung über die Absatzgrenze hinweg.

Der eigentliche Streitpunkt ist deshalb nicht das Ob, sondern das Wie. Aufgaben, die ohne häusliche Unterstützung lösbar sind, die kurz gehalten und nicht benotet werden, erfüllen ihren Zweck als Übung, ohne zum Selektionsinstrument zu werden. Eine verlässlich betreute Lernzeit am Nachmittag verlagert den Schreibtisch überdies dorthin, wo alle Kinder denselben vorfinden. Wer die Schule verlässt, hat die Übung dann bereits hinter sich.

Repertoire: „Selektionsinstrument", „betreute Lernzeit", „Lernautonomie" - Fachlexik aus dem Bildungsdiskurs, angemessen dosiert. Das Bild vom verlagerten Schreibtisch ersetzt eine ganze Erklärung, ohne den Stil zu senken.

Würde man Hausaufgaben dagegen ersatzlos streichen, träfe das vermutlich diejenigen am härtesten, denen man eigentlich helfen wollte: Familien, die zusätzliche Übung nicht privat einkaufen können. Was als Maßnahme für mehr Gerechtigkeit gedacht ist, könnte sich auf diese Weise in sein Gegenteil verkehren - ein Risiko, das in der Debatte selten benannt wird.

Korrektheit: Irrealer Konditionalsatz ohne „wenn" mit Verberststellung („Würde man ... , träfe das ..."), dazu ein Relativsatz mit vorangestelltem Dativobjekt („denen man eigentlich helfen wollte") und ein nachgestellter Appositionssatz.
Ich plädiere deshalb dafür, die Hausaufgabe nicht abzuschaffen, sondern ihr die Rolle zu nehmen, die sie nie hätte übernehmen dürfen: die eines heimlichen Leistungsnachweises. Kurze, selbsterklärende Übungen, verlässlich betreute Lernzeiten und der Verzicht auf Benotung wären ein Kompromiss, mit dem beide Seiten dieser Debatte gut leben könnten. Ein solcher Weg verlangt den Lehrkräften Umstellung ab, den Familien aber deutlich weniger Nerven.
345 Wörter (Zielumfang etwa 350)
Kein eigener Standpunkt am Schluss
Falsch (kostet Punkte)
„Es gibt gute Argumente auf beiden Seiten. Jeder muss das für sich selbst entscheiden."
Besser (C1-Niveau)
„Abwägend halte ich die Wahlpflicht für das falsche Mittel bei richtiger Diagnose."

Warum: Die Aufgabe verlangt ausdrücklich, am Schluss die eigene Position zu begründen. Fehlt sie, ist die Aufgabe inhaltlich nicht voll abgedeckt - und Aufgabengerechtheit lässt sich nicht durch gute Sprache an anderer Stelle ausgleichen.

Die vorgegebenen Aussagen nur nacherzählt
Falsch (kostet Punkte)
„Eine Wahlpflicht würde die Demokratie stärken, weil sich alle Bürger beteiligen müssten. Andere sagen, Demokratie braucht Überzeugung."
Besser (C1-Niveau)
„Das Repräsentationsargument trägt weiter, als es zunächst scheint: Die Beteiligung ist keineswegs gleichmäßig verteilt."

Warum: Die beiden Aussagen in der Aufgabe sind Ideengeber, keine Textbausteine. Wer sie nur umformuliert aneinanderreiht, zeigt keine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Auch das schlägt auf die Aufgabengerechtheit durch.

Brüche in der Textlogik innerhalb eines Absatzes
Falsch (kostet Punkte)
„Wahlen sind eine kollektive Entscheidung. In manchen Ländern ist die Beteiligung hoch. Politische Bildung ist ebenfalls wichtig."
Besser (C1-Niveau)
„Wahlen sind eine kollektive Entscheidung über Regeln, die für alle gelten. Wer sich ihr entzieht, überlässt sie anderen."

Warum: Die Kommunikative Gestaltung bewertet genau diese Ebene: die Anschlüsse innerhalb eines Absatzes. Jeder Bruch beschädigt den Text, und ein Ausgleich durch eine starke erste Texthälfte ist bei diesem Kriterium ausgeschlossen.

Nur einfache Verknüpfungen
Falsch (kostet Punkte)
„... und ... und ... aber ... dann ... auch ..."
Besser (C1-Niveau)
„Darüber hinaus ... Andererseits ... Schwerer wiegt ... Hinzu kommt ..."

Warum: Bewertet wird die Vielfalt der Verknüpfungsmittel: explizite Konnektive, Pro-Formen, Substitution, Ellipse, Tempus- und Artikelgebrauch. Wer nur „und" und „aber" einsetzt, bleibt sichtbar unter dem Zielniveau.

Zu einfacher oder zu umgangssprachlicher Ausdruck
Falsch (kostet Punkte)
„Das ist echt ein großes Problem für die Leute, die wenig Geld haben."
Besser (C1-Niveau)
„Diese Verzerrung trifft vor allem jene, die ohnehin selten Gehör finden."

Warum: Beim Repertoire zählen falsche Wortwahl und zu einfache Wörter gleichermaßen als Fehlgriff, ebenso ein zu umgangssprachlicher Stil. Einzelne Ausrutscher lassen sich durch ansonsten treffenden Wortschatz ausgleichen - ein durchgängig einfacher Text nicht.

Durchgängige Klein- oder Großschreibung
Falsch (kostet Punkte)
„wer nicht wählt überlässt die entscheidung anderen"
Besser (C1-Niveau)
„Wer nicht wählt, überlässt die Entscheidung anderen."

Warum: Bei der Korrektheit werden zuerst Morphologie und Syntax bewertet, erst danach wirkt sich die Orthographie aus. Durchgängige Groß- oder Kleinschreibung und sehr viele Rechtschreibfehler führen jedoch zur Abwertung um eine ganze Stufe - unabhängig davon, wie gut die Grammatik ist.

So markiert die Prüferin deinen Text

Am linken Rand steht die Gliederung: E für die Einleitung, Ü für einen Übergang, 1, 2, 3 für die einzelnen Punkte der Argumentation und S für den Schluss. Am rechten Rand stehen die Befunde: + für eine gelungene Passage, K für Kohärenz und Textlogik, Syn für Syntax, G für Grammatik, WS für Wortschatz, R für Register und T für „Thema verfehlt“. Ein Fragezeichen mitten im Text markiert eine inhaltlich unklare oder widersprüchliche Stelle. Wer diese Zeichen kennt, kann eine korrigierte Übungsarbeit deutlich gezielter auswerten – und sieht auf einen Blick, ob die Kritik den Inhalt oder die Sprache betrifft.

Häufige Fragen zum telc C1 Schreiben

Wie lang muss der Text beim telc C1 Schreiben sein?

Etwa 350 Wörter. Deutlich kürzere Texte gelten als nicht vollständig bearbeitet, deutlich längere kosten dich Zeit, die du für die Überarbeitung brauchst. Plane die Länge über die Absätze: eine Einleitung, drei bis vier Argumentationsschritte, ein begründeter Schluss.

70 Minuten. Das klingt großzügig, ist es aber nicht: Themenwahl und Gliederung kosten die ersten zehn Minuten, und die letzten fünf solltest du für das Gegenlesen reservieren. Bleiben rund 55 Minuten für den eigentlichen Text.

48 Punkte, das sind 22,5 Prozent der Gesamtprüfung – genauso viel wie Lesen, Hören oder der mündliche Teil. Wie sich die Punkte über alle Prüfungsteile verteilen, zeigt die Übersicht der telc C1 Prüfungsteile.

Aufgabengerechtheit, Korrektheit, Repertoire und Kommunikative Gestaltung. Jedes Kriterium wird unabhängig von den anderen auf einer vierstufigen Skala von A bis D eingestuft. A bedeutet, dass der Text durchgängig dem Zielniveau C1 entspricht.

Aufgabengerechtheit und Kommunikative Gestaltung. Beide betreffen den Text als Ganzes: den roten Faden, die Abdeckung der Aufgabe und die Anschlüsse innerhalb der Absätze. Einzelne starke Passagen können ein Defizit hier nicht aufwiegen. Bei Korrektheit und Repertoire ist ein Ausgleich dagegen möglich, wenn die gelungenen Stellen wirklich überwiegen.

Wenn sich der Text nicht auf die Aufgabenstellung bezieht, wird „Thema verfehlt“ markiert – und dann werden alle vier Kriterien mit D bewertet. Deshalb lohnt es sich, vor dem Schreiben zwei Minuten zu investieren und die Fragestellung wörtlich zu notieren.

Die Textsorte wechselt: Bei B2 schreibst du ein Anlass-Schreiben von etwa 150 Wörtern mit vier vorgegebenen Leitpunkten, bei C1 einen argumentativen Text von rund 350 Wörtern, in dem du eine eigene Position entwickelst und begründest. Wie der B2-Schreibteil im Detail funktioniert, zeigt die Seite zum telc B2 Schreiben.

Gesellschaftliche und politische Fragen, Bildung und Erziehung, Arbeit und Wirtschaft, Umwelt, Medien und Digitalisierung, Gesundheit. Vorausgesetzt wird kein Fachwissen, sondern die Fähigkeit, zu einem allgemein zugänglichen Thema begründet Stellung zu nehmen.

Bereit für deinen eigenen C1-Text? Kostenlos starten.

Zwei Beispieltexte zeigen dir das Ziel. Den Weg dorthin gehst du am besten schreibend – mit Rückmeldung entlang derselben vier Kriterien.

HeyFlinko Logo - Pinguin Maskottchen